Grüne Wien zu Help-TV: Weg mit Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare!
01.09.2005 - 13:51 , Grüne andersrum

Als Reaktion auf die gestrige ORF-Sendung "Help TV" fordert Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum Wien und Kandidat für die Wien-Wahl die Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare. Schreuder: "Der dargestellte Fall zeigt eindrucksvoll, wie absurd das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare ist." In der Sendung wurde der Fall eines verheirateten Paares mit zwei Kindern gezeigt, die noch als Mann und Frau heiraten durften. Seit der Mann seine TransGender-Identität durch eine geschlechtsanpassende Operation verwirklichen konnte, handelt es sich um eine gleichgeschlechtliche Ehe mit Kindern. Behörden wollen die Scheidung erzwingen, das Paar liebt sich aber immer noch (Rainbow.Online berichtete).

Schreuder fordert die Bundesregierung daher auf "sofort Maßnahmen zu ergreifen, um solche Ungerechtigkeiten abzustellen. Dieser Fall zeigt, wie unerklärbar das Eheverbot ist. Die Ehe muss auch für die vielen Tausenden
anderen gleichgeschlechtlichen Paare endlich ermöglicht werden, denn der Staat kann Liebe nicht einfach in 1. und 2. Klasse einteilen!" Darüber hinaus fordert Schreuder die Errichtung eines Zivilpakts für verschieden- und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Grüne andersrum, 1.9.2005 (mc)

Anm.Red: Ein Familienvater wurde zur Frau und will verheiratet bleiben. Die beiden Ehepartner lieben einander und leben glücklich mit ihren beiden Kindern. Österreichischen Behörden jedoch ist ihre Ehe ein Dorn im Auge und sie wollen ihre Ehe und Familie zerstören.

Sie sind eine ungewöhnliche Familie: Tochter, Sohn, Mama - und Sandra. Sandra hieß bis vor zwei Jahren Adolf Hofmann. Dann wurde der Wunsch des 40-jährigen Familienvaters, eine Frau zu sein, übermächtig und er ließ eine Geschlechtsumwandlung vornehmen. Heute, zwei Jahre später, ist die Familie immer noch zusammen und trotz aller Schwierigkeiten glücklich.

Nur die Behörden machen den Hofmanns Schwierigkeiten: Sandra braucht neue Papiere und dafür eine Änderung des Eintrags im Geburtenbuch von männlich auf weiblich. Genau das aber verweigern ihr die zuständigen Behörden von Bezirksebene bis hinauf zum Innenministerium. Nur wenn sich das Ehepaar Hofmann scheiden lässt, bekommt Sandra neue Dokumente. Denn zwei Frauen dürfen in Österreich nicht miteinander verheiratet sein. „Man will uns zwingen, unser Glück vor Gericht zu leugnen“, so Sandra. „Aber das werden wir nicht tun.“

Was zählt mehr? Der Zusammenhalt einer Familie mit zwei Kindern oder die Überzeugung, dass Gleichgeschlechtliche keine Ehe eingehen dürfen? In Help TV diskutierten Elisabeth Potzinger, steirische Gemeinderätin und Vertreterin des Katholischen Familienverbandes, mit der betroffenen Familie.

18 Zugriffe Aus dem Pressespiegel von Rainbow Online