SoHo an ÖVP: "ÖVP hat für Lesben und Schwule nur Spott und Häme übrig"
25.09.2008 - 13:09, Rainbow Online
(rainbow.at) In der aktuellen Presseaussendung der SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität) übt man scharfe Kritik an der Politik der ÖVP im Zusammenhang mit Schwulen und Lesben: „Sieht man sich an, was die ÖVP für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen tun will, so findet man nur gähnende Leere vor. Zumindest das Wahlangebot der Jungen Volkspartei spricht in Ansätzen davon, Diskriminierung abzubauen. Wie dies allerdings geschehen soll, wird nicht gesagt. Daher wieder: gähnende Leere.“

„Das und die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen eindeutig und glasklar, dass die ÖVP für die Belange und Bedürfnisse von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen absolut nichts übrig hat. Der ÖVP sind Kinder in Regenbogenfamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, diskriminierte Jugendliche zB. In Schulen oder am Arbeitsplatz, Eltern von homosexuellen Kindern und die Anliegen von Transgender-Personen völlig egal. Im Gegenteil: die ÖVP tritt mit ihrer homosexuellenfeindlichen Politik den Betroffenen immer und immer wieder mitten ins Gesicht", zeigte sich Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) und Kandidat zum Nationalrat, heute gegenüber dem SPÖ Pressedienst verärgert. „Es ist wirklich ein reiner Pflanz was die ÖVP hier betreibt. Nicht einmal ansatzweise wurden die Ergebnisse ihrer eigenen Perspektivarbeitsgruppe berücksichtigt. Zur Erinnerung: die Perspektivengruppe unter der Leitung von Joseph Pröll wollte die Eingetragene Partnerschaft nach Schweizer Vorbild. Molterer versprach dies 1:1 umzusetzen, was natürlich nicht geschah. Willi dürfte wohl an Vergesslichkeit bedingt durch den Stress aufgrund seiner schlechten Umfragewerte leiden“, so Traschkowitsch.

Dominik Mungenast, Vorstandsmitglied der SoHo und ebenfalls Kandidat zum Nationalrat ergänzt: „Wir als SPÖ und SoHo hingegen stehen für ein Lebenspartnerschaftsgesetz bzw. eine Eingetragene Partnerschaft, mit allen Rechten und Pflichten und geschlossen am Standesamt. Selbstverständlich ist aber unser oberstes Ziel die Öffnung der Zivilehe für homosexuelle Paare. Außerdem muss ein österreichweites Antidiskriminierungsgesetz, das Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet, umgesetzt werden – eine entsprechende Initiierung wurde von uns bereits in Angriff genommen. Auch ein Transgenderpaket, das den Betroffenen massive Erleichterungen bringt ist unbedingt notwendig und wurde ebenfalls bereits vom SPÖ-Klub in Angriff genommen. Bei der Frage der Stief- und Fremdkindadoption ist uns bewusst, dass wir dazu bedauerlicherweise derzeit keine parlamentarische Mehrheit vorfinden. Gerade in dieser Sache wird es daher enorm wichtig sein, weiterhin Überzeugungsarbeit zu leisten. Nur so sind Erfolge - auch wenn diese ein wenig länger brauchen – garantiert“, erläuterte Mungenast.

„Die SPÖ ist der Garant dafür, dass die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen vorangetrieben werden. Die SPÖ mit Werner Faymann muss daher bei den bevorstehenden Wahlen Erster werden. Denn eines muss uns klar sein: Fortschritte gibt es nur mit der SPÖ! Darum am Sonntag SPÖ wählen“, so Traschkowitsch und Mungenast unisono.

PAS SoHo
R.O Linktipp: www.soho.or.at
14 Zugriffe Redaktion Transgender.at