TS: Hagenhofer: "Verwaltungsgerichtshof setzt wegweisenden und menschlichen Schritt"
28.04.2009 - 18:21, SK
Utl.: SPÖ-Menschenrechtssprecherin begrüßt erfreuliches
VwGH-Erkenntnis zu Transsexualität
Wien (SK) - "Das heutige Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs
ist eine gute Nachricht für Transsexuelle und ein nachgerade
historischer Schritt im Zeichen von Menschlichkeit", begrüßte
SPÖ-Menschenrechtssprecherin Marianne Hagenhofer Dienstagnachmittag
den Wegfall des Operationszwangs für Transsexuelle. "Durch diesen
wegweisenden Schritt ist sichergestellt, dass Transsexuelle
auch ohne Operation ihr Geschlecht in den Personenstandsurkunden
ändern können", so Hagenhofer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
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Mit seinem aktuellen Erkenntnis habe der Verwaltungsgerichtshof
ein unübersehbares Zeichen von Menschlichkeit im Interesse der
Betroffenen gesetzt, so Hagenhofer, die hier auch darauf verwies,
dass für viele Betroffene eine Operation gar nicht möglich sei. Dies
zum Beispiel deshalb, weil der Arbeitsplatz durch den langen
Krankenstand bedroht wäre und im Falle des Verlustes der Arbeit Armut
und Perspektivenlosigkeit droht.

"Und wir müssen auch bedenken, dass manche Menschen den
Operationszwang wegen ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes oder
ihrer sozialen Situation gar nicht erfüllen konnten. Umso mehr ist
das heute getroffene Erkenntnis zu begrüßen, denn es ist ein
entscheidender Schritt zu mehr Menschenrechten und zum Abbau von
Diskriminierungen gegenüber Transsexuellen", bekräftigte Hagenhofer,
die sich darüber erfreut zeigte, dass damit nun auch langjährige
Forderungen von SPÖ und SoHo Gehör gefunden haben. (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, www.spoe.at/online/page.php?P=100493
10 Zugriffe Redaktion Transgender.at