Rosalila PantherInnen fordern Versprechen der ÍVP-Perspektivengruppe ein
05.11.2009 - 14:21, Rainbow Online
Homosexuelle Partnerschaften: Menschen am Land sind ja keine hinterwäldlerischen Volldeppen

"Für homosexuelle Partnerschaften möchte die ÖVP nicht die Ehe öffnen, sondern ein eigenes Rechtsinstitut, das Partnerschaftsgesetz vor dem Standesamt, einrichten. Für Homosexuelle solle es aber keine Möglichkeit zur Adoption geben." Gesagt vom heutigen Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll in der "Pressestunde" am 30. September 2007 anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der ÖVP-Perspektivengruppe.

So wie es aussieht, wurde in der ÖVP seitdem nur über neue demütigende Gemeinheiten für Lesben und Schwule nachgedacht: "ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner präsentierte den Medien ein nicht fertiges Partnerschaftsgesetz und nun will die ÖVP, dass sich Schwule und Lesben in einem Kammerl in der Bezirkshauptmannschaft verpartnern", ist Kurt Zernig, Vorsitzender der steirischen schwul-lesbischen ARGE "RosaLila PantherInnen" erbost: Die Ausrede, dass die 'kleinen Bürgermeister' am Land das nicht wollen, lässt Zernig nicht gelten: "Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Menschen am Land von der ÖVP stets als hinterwäldlerische Volldeppen dargestellt werden! Die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist in ländlichen Regionen genauso vorhanden."

Ebenfalls nicht gelten lässt Zernig den Einwand, dass durch die Partnerschaftsschließung vor der Bezirksverwaltungsbehörde in den Landeshauptstädten ohnehin eine "Verpartnerung" am Standesamt zu erwarten sei: "In Graz, immerhin die zweitgrößte Stadt Österreichs, ist das unter dem bekanntermaßen homophoben Bürgermeister Nagl wohl eher unwahrscheinlich. Und warum soll z.B. ein homosexuelles Paar aus Schladming mit Eltern und Freunden nach Wien fahren müssen, um dort ihre Partnerschaft in würdiger Form in einem Saal am Standesamt schließen zu können?"

Die "PantherInnen" fordern Vizekanzler Pröll auf, zu seinem in der Pressestunde vom 30.9.2007 gegebenen Wort zu stehen und dieses niederträchtige Spektakel zu beenden.
7 Zugriffe Redaktion Transgender.at