SoHo: Homophobe parlamentarische FP-Anfrage
21.07.2010 - 14:19, SoHo - SK
Utl.: Traschkowitsch entsetzt über Fragestellungen

Wien (SK) - "Über die Wortwahl diverser Abgeordneten der FPÖ
musste man sich schon in der Vergangenheit mehr als wundern. Über die
parlamentarische Anfrage der FPÖ zur Konferenz der europäischen
Gaycops in Wien kann man nur entsetzt sein", stellt Peter
Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo
(Sozialdemokratie und Homosexualität), am Mittwoch fest.

"Es wird etwa tatsächlich infrage gestellt, ob lesbisch/schwule
PolizistInnen eine Amtshandlung durchführen können oder nicht. Es
wird unterstellt, dass lesbisch/schwule PolizistInnen dienstunfähig
sind. Und eigentlich stellt die FPÖ infrage, ob lesbische, schwule
und transgender ArbeitnehmerInnen überhaupt einer beruflichen
Tätigkeit nachgehen können. Die FPÖ-Abgeordneten wollen wirklich
wissen, welche Aufgabenbereiche Gleichbehandlungsbeauftragte haben.
Meine Damen und Herren von der FPÖ, wie wäre es vielleicht mit Lesen
der Fachliteratur? Oder ist das zu viel verlangt? Ich bin erschüttert
darüber, dass Minderheitenhetze im österreichischen Parlament noch so
möglich ist", fährt Traschkowitsch fort.

"Diese parlamentarische Anfrage der FPÖ-Abgeordneten zeigt einmal
mehr, dass diese Partei nur vernadern und hetzen kann. Das ist für
mich nicht nur dumm, sondern ist ein weiterer Beleg für die homophobe
Grundstimmung der FPÖ und welcher Ungeist diese Partei treibt. Die
Abgeordneten der Freiheitlichen lassen keine Gelegenheit aus, gegen
Minderheiten aufzutreten und sie versuchen Missgunst, Neid und Hetze
zu verbreiten. Ich hoffe, dass Lesben, Schwulen und Transgender
Personen bewusst ist, was diese Partei bezweckt und wissen, dass sie
unwählbar ist", so Traschkowitsch abschließend. (Schluss) sm/zo

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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