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Glücksgefühle und Sorgenfalten

Wie geht’s weiter mit Angelika?

Das ist eine interessante und durchaus berechtigte Frage.
Ich habe in so kurzer Zeit so viel Neues aufgenommen und so viel (scheinbar) Bewährtes über Bord geworfen, so viele Grenzen überschritten und so viele Tabus gebrochen, dass ich mich sehr ernsthaft und nicht ohne Sorge frage, wohin meine Reise noch führen wird.

Fürs erste bin ich mit mir selbst übereingekommen, Angelika ausschließlich in der Freizeit auszuleben, das aber richtig: Nicht verklemmt und einsam, im stillen Kämmerchen, sondern mit möglichst viel Spaß und in aller Öffentlichkeit.
Letztlich geht es doch nicht darum, mich privat zu kostümieren, sondern die weibliche Rolle in der Gesellschaft auszuprobieren. Und der Nervenkitzel eines solchen Rollentauschs ist natürlich kaum zu überbieten … Toll wäre es, ein oder zwei Freundinnen zu finden, mit denen ich etwas en femme unternehmen kann – zusammen ist man doch etwas mutiger, und mehr Spaß hat man auch!

Als Freizeit-Frau zu leben - das heißt auch: kein Outing im Beruf und vor Leuten, die’s nix angeht.
Dagegen sehe ich zu einer gewissen Aufrichtigkeit im Privatleben keine Alternative: Ich habe keine Ehefrau, der ich etwas beichten müsste – aber meine nähere Verwandtschaft werde ich wohl über kurz oder lang darüber aufklären, was ich so treibe …
Ich fühle mich nicht gut dabei, es hat was Egoistisches: ich habe meine Ehrlichkeit zurück, und die anderen haben das Problem - aber was soll frau machen?

Das sind die Grenzen und Ziele, die ich mir gesetzt habe:
Weit genug, um noch ordentlich reinwachsen zu können, gleichzeitig aber so, dass ich mein Leben als Transgender vor mir und der Welt verantworten kann.
Und doch bleibt die Ungewissheit, ob die Rechnung aufgeht – letztlich die Angst, den Boden unter den Füßen zu verlieren.


Innerhalb weniger Monate hat mein Leben eine ziemlich radikale Wendung genommen – und trotz aller Bedenken bin ich darüber eigentlich recht froh:
Froh, endlich zu wissen, was mit mir los ist; froh, all die schmuddeligen Heimlichkeiten hinter mir gelassen zu haben; froh, als (so hoffe ich wenigstens) glaubhafte, durchaus seriöse und vorzeigbare weibliche Erscheinung rüberzukommen – eben Angelika zu sein!
Wer mit alledem nicht klarkommt, hat mein Verständnis (auch ich habe ja meine Schwierigkeiten gehabt, all das zu akzeptieren) – das war’s dann aber auch schon. Schließlich bin ich, in beiden „Versionen“, derselbe Mensch geblieben, vielleicht sogar ein besserer geworden: gelassener und aufrichtiger, mutiger und gleichzeitig bewusster.
In welcher Rolle auch immer, versuche ich, ein ordentlicher Mensch und ein guter Christ zu sein - und wo liegt dann eigentlich der Unterschied ?

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