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Fotoalbum: An einem Sonntagmorgen in Linz
Juni 2007
Fotoalbum: Über die Natürlichkeit
Juli 2007
Fotoalbum: Macho-Single-Tussi-Transe
August 2007
Fotoalbum: Beim Lächeln erwischt
September 2007
Fotoalbum: Sommer ade
September 2007
Fotoalbum: Stolpersteine
Oktober 2007
Fotoalbum: Aus meinem kleinen Horrorladen
Oktober 2007
Fotoalbum: Haare gelassen
November 2007
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Dezember 2007
Fotoalbum: Bilanz eines Balanceakts
Dezember 2007
Fotoalbum: Weichgezeichnet ins neue Jahr
Januar 2008
Fotoalbum: Winterschlussverkauf
Januar 2008
Fotoalbum: Experimentelle Fotografie
Februar 2008
Fotoalbum: Abkehr von transsexuellen Vermutungen
Februar 2008
Fotoalbum: Unter anderem Transgender
März 2008
Fotoalbum: In Blüte
April 2008
Fotoalbum: Kreativitätslücken
Mai 2008
Fotoalbum: In Urlaubsstimmung
Juni 2008
Fotoalbum: Döllersheimer Schweigen
Juli 2008
Fotoalbum: Vorankündigung
Oktober 2008
Fotoalbum: Kleine Rückschau auf das 1. Linzer Queer Festival
November 2008
Fotoalbum: Eingeschränkte Reflexion
Februar 2009
Fotoalbum: Rolle und Verkleidung
April 2009
Fotoalbum: Konstante Weiblichkeit
September 2009
Fotoalbum: Die lange Zeit des Schweigens
Dezember 2009
Meine Freundinnen
Gästebuch

Die lange Zeit des Schweigens

Die Vermutung liegt nahe, dass ich aufgrund der großen Zeitspanne, die zwischen der jetzigen und vergangenen Aktualisierung meines Profils vorüber gestrichen ist, wenig Gelegenheit oder gar Freude gehabt hätte, mich en femme publik und auf mich aufmerksam zu machen. Doch dieses virtuelle Schweigen täuscht. Schließlich waren die letzten Monate von einigen Veranstaltungen geprägt: So fand zum zweiten Male das Linzer Queer Festival statt, der Linzer Transgender-Stammtisch feierte sein zehntes Jahresjubiläum und auch eine besondere "Auszeichnung" wurde mir und somit auch allen anderen Transgender-Personen zuteil. Denn die Künstlerin Irene Andessner lud mich - wie auch über 100 andere Linzerinnen - ein, stellvertretend für alle anderen Linzerinnen dem Projekt "Citylights [Schöne Linzerin]" ihren Namen zu geben. Neben all diesen Vorkommnissen hat sich eine weitere Veränderung ergeben... okay, ich war nur Harre schneiden.

All das trug mitunter dazu bei, dass sich mein persönliches Präsentationsprojekt - also die ganze visuelle Selbstinszenierung - auf ein verschwindendes Minimum beschränkt hat. Doch ich will diese Form des Auslebens meiner Weiblichkeit nicht ganz zum Schweigen bringen. Denn eines wurde mir diesbezüglich einmal mehr wieder besonders deutlich: Es erleichtert mir mein eigenes Selbstverständnis - auch wenn es auf einer nur fragilen Realität beruht, die das Verlangen nach der eigenen Weiblichkeit auf inszenierte Momentaufnahmen reduziert. Auch wird der Erklärungsbedarf, den man sich selbst für schuldig glaubt, auf ein kunstvoll gezimmertes Gerüst gehievt, von dem aus man leicht verkünden kann, es sei ja nur eine besondere Ausdrucksform von Gedanken und Gefühlen.

Auch wenn ich mich damit selbst ein wenig belüge, so ist es für mich dennoch der zum Zeit gangbarste Weg. Je weniger Hürden ich im Leben zu überwinden habe, desto schneller komme ich "vorwärts" - selbst wenn ich kein Ziel vor Augen habe. Dass mich das Überwinden von Hürden aber stärker und selbstbewusster machen würde, dessen bin ich mir im Klaren - aber dennoch verschweige ich mir das vor mir selbst.

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